Archiv der Kategorie 'Berlin'

1. Mai Berlin: Kooperation mit den Bullen statt out of control

Die diesjährige „Revolutionäre 1.Mai Demo“ droht ähnlich wie letztes Jahr in einem Desaster zu enden. Nach der unangemeldeten Demo zum Bullenkongress im Februar in Berlin gab verschiedene Aufrufe an das Bündnis, das massgeblich diese Demo alljährlich organisiert, in diesem Jahr „andere Wege“ am 1. Mai zu suchen.

Das Bündnis hat jedoch darauf bestanden, die Demo im gewohnten Rahmen stattfinden zu lassen. Ebenso wurden keine Lehren aus der durch die Bullen erzwungenen Auflösung der letztjährigen Demo gezogen. Erneut wurde eine Route zum Brandenburger Tor gewählt. Grossspurig wurde via „ARAB- Pressesprecher“ in der taz verkündet, man sei in der Lage, diese Route bei Angriffen der Bullen auf die eine oder andere Art durchzusetzen. (mehr…)

[B] 1.Mai – überholtes Ritual oder nötiger Widerstand?

Liebe Kreuzbergerinnen und Kreuzberger,
in einigen Tagen wird unser Kiez wieder zum Aufmarschgebiet Tausender Polizisten und Schauplatz einer Demonstration, die entweder als „revolutionär“ oder als „sinnentleertes Gewaltritual“ bezeichnet wird. Der Berliner Senat und der Bezirk haben in der Vergangenheit weder Kosten noch Mühen gescheut um den 1.Mai zu entpolitisieren und die Demonstrierenden als „betrunkene Chaoten“ zu diskreditieren. (mehr…)

Anarchistischer Aufruf zum 1.Mai (B)

Wir stellen keine Forderungen – auch nicht am 1.Mai
Die Hoffnungen auf Veränderungen, die mit dem Austausch von Argumenten auf der Ebene einer gleichberechtigten Diskussion beginnen, sind schon lange verflogen. Von den herrschenden Parteien, Eliten und bürokratischen Apparaten, von der Wirtschaft und ihren ideologischen Wegbereitern, wird ihr Anspruch auf unsere Zukunft scheinbar unveränderlich in Beton gegossen.

Bestimmte Viertel in Berlin werden in absehbarer Zeit frei sein von Hartz 4 BezieherInnen und Menschen mit geringem Einkommen.
Die Stadt wird mit einem immer dichteren und subtileren Netz von Sicherheitsmaßnahmen überzogen, mehr Bullen, mehr Kameras, mehr Quartiersmanagement, mehr private Securitys und mehr Aufrufe zur Denunziation.
Der seit dem Jugoslawien Überfall 1999 fast ununterbrochene Krieg Deutschlands wird zu einem Dauerzustand. Die Bundeswehr schießt täglich irgendwo auf der Welt, ein Kampf mit wechselnden Gegnern und Einsatzgebieten wie in Orwells Buch „1984″.
Rassismus, Leistungszwang und Konsum sind die einzigen „Werte“, die der Staat vertritt und über Schule, Medien und Beamte versucht seinen Insassen einzuimpfen. (mehr…)

[B] Mehr Diskussion um die 18 Uhr Demo

Hier ein weiterer Beitrag zur Diskussion um die 18 Uhr Demo. Da der Text schon länger fertig ist, wiederholen sich ein paar Punkte des vor wenigen Tagen erschienenen Textes „Betreffend 1. MⒶi“. Wir befürworten dessen Inhalte größtenteils, die Debatte voll und ganz und sehen auch einen starken Rückhalt der hier dargelegten Ideen. Die Auseinandersetzung sollte über der Gürtellinie bleiben und gehört nicht in die Kommentarspalte! Falls irgendwelche Idioten oder Bullen mitdiskutieren wollen, dann sollen sie wenigsten genötigt werden, sich mal ein paar Stündchen hinzusetzen, eine fundierter Kritik zu entwerfen und einen richtigen Text zu schreiben. Kurz-Kommentare empfehlen wir zu ignorieren.

Das Jahr 2013 hat in Berlin mit viel Bewegung und Aktionen gegen die kapitalistische Stadtverwertung sowie gegen die ausufernden Interventionen des Staates in unser Leben begonnen. Die Proteste gegen Zwangsräumungen haben die Wirkungsweise der staatlich erzwungenen Umstrukturierung unseres Lebensraumes sabotiert, indem sich direkt Betroffene und Solidarische gemeinsam den Vollstreckern der Regierenden und Vermögenden entgegengestellt haben. Außerdem haben die Aktionen gegen den jährlich in Berlin tagenden Polizeikongress eine Unversöhnlichkeit zahlreicher Menschen mit denjenigen ausgedrückt, die in Stellung gegen unsere Bestrebungen der Befreiung gehen. (mehr…)

[B] Betreffend 1. MⒶi

Durch dieses kurze Schreiben möchten wir auf einige Punkte eingehen, die unsere Kritik innerhalb der letzten Jahre an der Organisierung des 1. Mais verstärkt haben. Wir nehmen den 1. Mai als einen der vielen Tage des Kampfes und der Austragung unserer unversöhnlichen Ablehnung der gegenwärtige Verhältnisse war.

Es ist kein Tag an dem die für viele beliebte Label-Politik betrieben werden muss. Seit mehreren Jahren wird der erste Mai allerdings zunehmend von vielen Gruppen dazu benutzt, um Werbung für sich zu machen und zu zeigen, dass es sie überhaupt noch gibt. Die Demonstration hat sich aus einem Moment der inhaltlichen und praktischen Konfrontation mit dem Staat und seinen Schergen zu einem riesiges Spektakel gewandelt. Hauptsache es gibt noch einen großen Truck der diesen Charakter verstärken soll, durch seine Anwesenheit aber andere Optionen einschränkt, denn man könnte ja durch gewisse Aktionen den Truck in Gefahr bringen. (mehr…)